Journaling für 60+: Warum Schreiben deine Erinnerungen schützt

Es gibt einen Moment im Leben, der bei vielen Menschen irgendwann zwischen 60 und 70 kommt, in dem sie plötzlich merken: Da waren so viele Geschichten. So viele Erlebnisse, Wendepunkte, kleine und große Momente, die einen zu dem Menschen gemacht haben, der man heute ist.

Und gleichzeitig kommt die Frage: Was bleibt davon übrig, wenn ich nicht mehr da bin? Wer wird sich daran erinnern, wie es damals war, als wir das Haus gebaut haben, als die Kinder klein waren, als die Welt noch eine andere war?

Hier bist du richtig, wenn du wissen willst, wie Schreiben nicht nur deine Erinnerungen bewahren, sondern auch dein Gehirn fit halten kann.

Was ich dir heute zeigen möchte, ist: Warum Journaling – also das regelmäßige Aufschreiben von Gedanken, Erinnerungen und Erlebnissen – eines der wirksamsten Werkzeuge ist, die du ab 60 für deine kognitive Gesundheit und für das Bewahren deiner Lebensgeschichte nutzen kannst.

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Warum Schreiben dein Gehirn anders trainiert als Sudoku

Wenn wir über Gedächtnistraining im Alter sprechen, denken die meisten Menschen an Kreuzworträtsel, Sudoku oder diese Apps, die versprechen, dein Gehirn zu trainieren. Und ja, diese Dinge haben ihren Platz. Aber Journaling macht etwas fundamental anderes mit deinem Gehirn, und das hat mit der Art zu tun, wie Erinnerungen gespeichert und abgerufen werden.

Wenn du über einen unvergesslichen Urlaub schreibst, über deine Hochzeit vor 40 Jahren oder über die erste Wohnung, die du hattest, passiert in deinem Gehirn etwas ziemlich Komplexes: Du musst dich an spezifische Details erinnern – das Ziel, die Menschen, die dabei waren, wie du dich gefühlt hast, welche Farbe die Vorhänge hatten. Dieser Prozess des aktiven Erinnerns und des Organisierens von Gedanken übt die Fähigkeit des Gehirns, Informationen aus dem Langzeitgedächtnis abzurufen.

Aber es geht noch weiter: Beim Schreiben musst du nicht nur erinnern, sondern auch organisieren, strukturieren, in Worte fassen. Du verbindest verschiedene Bereiche deines Gehirns – das Gedächtnis, die Sprache, die Feinmotorik beim Schreiben, die Emotionen, die mit den Erinnerungen verbunden sind. Diese neuronalen Verbindungen zu stärken ist genau das, was dein Gehirn fit hält.

Was die Wissenschaft sagt: 15 Minuten reichen

Es gibt mittlerweile eine beträchtliche Menge an Forschung, die zeigt, dass regelmäßiges Schreiben messbare Effekte auf die Gesundheit hat. Eine Studie fand heraus, dass Menschen, die nur 15-20 Minuten an drei Tagen pro Woche schrieben, nach nur vier Monaten niedrigeren Blutdruck und bessere Leberfunktion zeigten. Das klingt erst mal nach etwas, das nichts mit dem Gehirn zu tun hat, aber es zeigt, wie tiefgreifend die Wirkung von Schreiben auf den gesamten Organismus sein kann.

Was das Gedächtnis betrifft: Journaling hilft dabei, neurale Verbindungen zu stärken und die kognitive Gesamtfunktion zu verbessern. Wenn du regelmäßig schreibst, forderst du dein Gehirn auf eine Weise heraus, die über das passive Konsumieren von Informationen hinausgeht. Du bist aktiv, du erinnerst dich, du reflektierst, du ordnest ein – und genau das ist es, was dein Gehirn braucht, um leistungsfähig zu bleiben.

Journaling ist mehr als Gedächtnistraining: Es strukturiert dein Leben

Es gibt noch einen anderen Aspekt des Journalings, der gerade für Menschen ab 60 enorm wichtig ist, und der hat weniger mit dem Gehirn zu tun als mit dem Gefühl, das entsteht, wenn du dein Leben aufschreibst. Viele Menschen berichten, dass sie durch das Schreiben erst verstehen, welchen roten Faden es in ihrem Leben gibt, welche Entscheidungen sie geprägt haben, was wirklich wichtig war.

Studien zeigen, dass Journaling nicht nur Stress reduziert und die emotionale Resilienz stärkt, sondern auch dabei hilft, Gedanken zu sortieren und Muster im eigenen Leben zu erkennen. Für Menschen ab 60 bedeutet das oft: Du siehst plötzlich, dass die schwierigen Zeiten dich stärker gemacht haben, dass die Umwege ihren Sinn hatten, dass du mehr erreicht hast, als du dir zugestehst.

Das ist kein esoterisches Gefasel, sondern etwas sehr Konkretes: Wenn du deine Lebensgeschichte aufschreibst, gibst du deinem Leben eine Struktur, einen Sinn, eine Erzählung. Und das hat nachweislich positive Auswirkungen auf deine mentale Gesundheit, besonders in einer Lebensphase, in der viele Menschen sich fragen: Was kommt jetzt noch? War das alles?

Die 5 besten Journaling-Methoden für Menschen ab 60

Es gibt unzählige Arten, wie du journalen kannst, aber nicht alle eignen sich gleich gut für Menschen ab 60. Ich zeige dir fünf Methoden, die sich in der Praxis besonders bewährt haben – und die jeweils unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen.

1. Das Lebensbuch: Deine Geschichte für die nächsten Generationen

Das ist die Methode, die ich am häufigsten empfehle, wenn jemand sagt: „Ich möchte meine Lebensgeschichte aufschreiben, aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll." Ein Lebensbuch ist genau das – ein strukturiertes Buch, das dir durch dein Leben hilft, mit konkreten Fragen, die dich zu den wichtigen Momenten führen.

Das Meminto Lebensbuch ist hier mein klarer Favorit, weil es speziell für Menschen ab 60 entwickelt wurde. Du bekommst konkrete Fragen gestellt – über deine Kindheit, deine Jugend, deine Berufsjahre, deine Familie – und du beantwortest sie einfach, entweder per Text, Audio oder sogar Video. Das System ist so aufgebaut, dass es auch für Menschen funktioniert, die nicht technikaffin sind. Am Ende hast du ein gebundenes Buch in den Händen, das deine komplette Lebensgeschichte enthält.

Was ich besonders gut finde: Meminto hat eine seniorenfreundliche Oberfläche und du kannst das Buch mit deiner Familie teilen, sodass Kinder oder Enkelkinder mitlesen oder sogar mitschreiben können. Es gibt sogar die Möglichkeit, die Geschichten per Sprache aufzunehmen, wenn dir das Tippen schwerfällt – das nennt sich Meminto WortWechsel und wandelt deine gesprochenen Worte automatisch in Text um.

Preis: Ab 99€ für ein Buch mit bis zu 100 Seiten, 129€ für bis zu 200 Seiten. Du kannst 2 Jahre lang daran arbeiten.

Für wen geeignet: Wenn du deine Lebensgeschichte systematisch aufschreiben möchtest und ein fertiges Produkt für deine Familie haben willst.

2. Das Dankbarkeitstagebuch: Jeden Tag 5 Minuten für mehr Zufriedenheit

Wenn du nicht gleich dein ganzes Leben aufschreiben willst, sondern etwas suchst, das du täglich machen kannst und das deine Stimmung hebt, ist ein Dankbarkeitstagebuch perfekt. Studien der Universität Kalifornien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig aufschreiben, wofür sie dankbar sind, optimistischer ins Leben blicken, eine bessere Stimmung haben und seltener krank sind.

Das funktioniert so: Jeden Abend schreibst du drei Dinge auf, für die du an diesem Tag dankbar warst. Das können große Dinge sein („Meine Tochter hat mich besucht") oder kleine („Die Sonne hat geschienen", „Der Kaffee war besonders gut"). Was das mit deinem Gehirn macht: Du trainierst es darauf, das Positive wahrzunehmen, statt nur das Negative. Das ist besonders im Alter wichtig, wo viele Menschen dazu neigen, sich auf Verluste zu konzentrieren.

Meine Empfehlung: Das klassische 6-Minuten-Tagebuch* ist hier der Bestseller. Es hat vorgedruckte Fragen für morgens und abends, sodass du nicht überlegen musst, was du schreiben sollst. Der einzige Nachteil: Es ist eher für jüngere Menschen designt. Eine Alternative ist ein einfaches, schönes Notizbuch, in das du dir selbst drei Fragen pro Tag stellst.

Zeitaufwand: 6 Minuten am Tag, abends vor dem Schlafengehen.

Für wen geeignet: Wenn du etwas Leichtes, Tägliches suchst, das deine Stimmung verbessert.

3. Wochenrückblick: Für Menschen, die nicht täglich schreiben wollen

Nicht jeder will täglich schreiben, und das ist völlig in Ordnung. Eine Alternative ist der Wochenrückblick: Einmal pro Woche, zum Beispiel am Sonntagabend, setzt du dich hin und schreibst auf, was in der letzten Woche wichtig war. Was hast du erlebt? Wen hast du getroffen? Was hat dich beschäftigt? Was hast du gelernt?

Diese Methode hat den Vorteil, dass du mit etwas Abstand auf die Woche schaust und leichter Muster erkennst. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt diese Form besonders für Menschen, die sich nicht täglich zum Schreiben hinsetzen wollen, aber trotzdem von den Vorteilen des Journalings profitieren möchten.

Was du brauchst: Ein einfaches Notizbuch* oder einen Computer. Stell dir jede Woche dieselben Fragen:

  • Was war das Wichtigste diese Woche?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Was habe ich gelernt?
  • Was möchte ich nächste Woche anders machen?

Zeitaufwand: 20-30 Minuten pro Woche.

Für wen geeignet: Wenn du Struktur magst, aber nicht täglich schreiben willst.

4. One Line a Day: Eine Zeile pro Tag über 5 Jahre

Das ist meine absolute Geheimempfehlung für Menschen ab 60, die den Gedanken mögen zu journalen, aber sich von der Vorstellung überfordert fühlen, jeden Tag eine ganze Seite zu schreiben. Bei "One Line a Day" schreibst du wirklich nur eine einzige Zeile pro Tag – einen Satz darüber, was an diesem Tag passiert ist oder was dir wichtig war.

Das Besondere: Das Buch ist so aufgebaut, dass du 5 Jahre lang auf derselben Seite schreibst. Das heißt, am 15. Januar 2026 schreibst du eine Zeile. Am 15. Januar 2027 schreibst du direkt darunter die nächste Zeile – und siehst gleichzeitig, was du vor einem Jahr an diesem Tag geschrieben hast. Am 15. Januar 2028 hast du dann schon zwei Jahre zum Vergleichen. Nach 5 Jahren ist das Buch voll.

Warum das so wertvoll ist: Du siehst Muster in deinem Leben, die dir sonst nie aufgefallen wären. Du merkst: Vor genau einem Jahr war ich auch bei den Enkelkindern. Oder: Letztes Jahr um diese Zeit ging es mir schlecht, dieses Jahr geht es mir besser. Oder: Die Natur hat mich schon immer fasziniert. Es ist wie ein komprimierter Lebensrückblick, der sich Jahr für Jahr verdichtet.

Meine Produktempfehlung: Das Leuchtturm 1917 Some Lines a Day* ist hier der Klassiker – hochwertiges Papier, schönes Design, 5 Jahre. Es gibt auch günstigere Varianten, aber dieses liegt am besten in der Hand und das Papier ist tintenfest (30€).

Zeitaufwand: 1 Minute pro Tag. Wirklich nur eine Zeile.

Für wen geeignet: Wenn du journalen willst, aber der Gedanke an "viel schreiben" dich abschreckt. Perfekt für den absoluten Einstieg.

5. Freies Schreiben: Morgenseiten für mentale Klarheit

Die letzte Methode ist die, die am wenigsten Struktur hat, aber für manche Menschen genau deshalb so befreiend ist: Freies Schreiben, auch „Morgenseiten" genannt. Die Idee stammt von der Künstlerin Julia Cameron und funktioniert so: Jeden Morgen, direkt nach dem Aufwachen, schreibst du drei Seiten voll – egal was. Du schreibst einfach drauflos, ohne nachzudenken, ohne zu zensieren, ohne dir Gedanken über Grammatik oder Stil zu machen.

Das Geschriebene wird nicht weiterverwendet, es geht nicht darum, etwas zu produzieren. Es geht um „geistige Hygiene" – du räumst deinen Kopf auf, lässt Gedanken raus, die dich sonst den ganzen Tag begleiten würden, und schaffst Platz für Neues.

Was du brauchst: Ein leeres Notizbuch und einen Stift. Mehr nicht.

Zeitaufwand: 15-20 Minuten jeden Morgen.

Für wen geeignet: Wenn du gerne schreibst, aber keine Struktur magst, und wenn du das Gefühl hast, dass dein Kopf oft zu voll ist.

Digital oder auf Papier? Was funktioniert besser ab 55?

Das ist eine Frage, die mir oft gestellt wird, und die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an. Beide Varianten haben ihre Vorteile, und beide funktionieren für das Gedächtnistraining.

Die Vorteile von Papier:

  • Die meisten Studien zu den kognitiven Vorteilen des Schreibens wurden mit Stift und Papier durchgeführt
  • Viele Menschen ab 60 finden es angenehmer, mit der Hand zu schreiben
  • Der haptische Effekt – das Gefühl des Papiers, der Geruch, das Geräusch des Stifts – ist für viele Menschen positiv besetzt
  • Du kannst auch zeichnen, kritzeln, Dinge einkleben

Die Vorteile von digital:

  • Schneller, wenn du gut tippen kannst
  • Leichter zu organisieren und zu durchsuchen
  • Einfacher zu teilen mit Familie
  • Du kannst Fotos einfügen
  • Backup ist automatisch

Mein Tipp: Wenn du ein Lebensbuch schreiben willst, das deine Familie lesen soll, nimm ein digitales Tool wie Meminto. Wenn du für dich selbst journalst – Dankbarkeit, Wochenrückblick, freies Schreiben – nimm Papier. Die Kombination ist auch möglich: Schreibe auf Papier und übertrage später das Wichtigste digital.

So fängst du an – auch wenn du noch nie gejournalt hast

Der häufigste Grund, warum Menschen nicht mit dem Journaling anfangen, ist: „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll." Oder: „Ich bin kein guter Schreiber." Lass mich dir etwas sagen: Das spielt keine Rolle. Journaling ist nicht dafür da, dass andere es lesen (außer du willst das). Es ist für dich. Es gibt keine Rechtschreibfehler, keine schlechten Sätze, keine falschen Antworten.

Wenn du mit einem Lebensbuch anfangen willst:

  1. Entscheide dich für ein Tool – Meminto ist hier meine klare Empfehlung
  2. Lies dir die erste Frage durch (z.B. „Wo bist du aufgewachsen?")
  3. Schreib einfach, was dir dazu einfällt. Keine Sorge um Vollständigkeit.
  4. Mach weiter mit der nächsten Frage, wenn du Lust hast

Wenn du mit täglichem Journaling anfangen willst:

  1. Kauf dir ein schönes Notizbuch, das du gerne anschaust
  2. Leg es neben dein Bett
  3. Schreib jeden Abend drei Dinge auf, für die du dankbar bist
  4. Mehr nicht. Wirklich.

Wenn du den absolut einfachsten Einstieg willst:

  1. Besorg dir ein One Line a Day Journal
  2. Leg es neben dein Bett mit einem Stift
  3. Schreib jeden Abend eine einzige Zeile über deinen Tag
  4. Genieße es, nach einem Jahr zu sehen, was du vor einem Jahr geschrieben hast

Wenn du mit wöchentlichem Journaling anfangen willst:

  1. Such dir einen festen Tag (z.B. Sonntagabend)
  2. Stell dir einen Wecker für 20 Minuten
  3. Beantworte dieselben 4 Fragen jede Woche
  4. Hör auf, wenn der Wecker klingelt

Die größten Fehler, die Menschen beim Journaling machen

Nach Jahren der Arbeit mit Menschen ab 60 kenne ich die typischen Stolperfallen beim Journaling. Hier sind die drei häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest:

Fehler 1: Zu viel auf einmal wollen

Viele Menschen kaufen sich ein leeres Buch und denken: „Ich schreibe jetzt mein ganzes Leben auf." Dann sitzen sie vor dem weißen Blatt, fühlen sich überfordert und geben auf. Die Lösung: Fang klein an. Schreib über einen einzigen Tag. Über eine einzige Erinnerung. Über eine einzige Person. Du musst nicht gleich ein 300-Seiten-Buch schreiben.

Fehler 2: Perfektionismus

„Das ist nicht gut genug", „Das klingt blöd", „Das interessiert doch niemanden." Hör auf damit. Journaling ist kein Schulaufsatz. Es gibt keine Noten, keine Bewertung, keine Fehler. Schreib einfach. Du kannst später immer noch entscheiden, was du behältst und was nicht.

Fehler 3: Keine Routine etablieren

Journaling funktioniert am besten, wenn es zur Gewohnheit wird. Wenn du es nur machst, „wenn du Zeit hast" oder „wenn dir danach ist", passiert es nicht. Besser: Fester Tag, feste Uhrzeit, fester Ort. Jeden Sonntagabend um 19 Uhr am Küchentisch. Jeden Morgen vor dem Frühstück. Gewohnheiten brauchen Struktur.

Was, wenn ich meine Lebensgeschichte aufschreibe – für wen ist das eigentlich?

Diese Frage höre ich oft, und sie ist wichtiger, als sie auf den ersten Blick scheint. Viele Menschen ab 60 fragen sich: Interessiert das überhaupt jemanden? Wer will das lesen?

Die Antwort hat zwei Teile:

Erstens: Es ist für dich. Selbst wenn niemand dein Lebensbuch je lesen würde – was extrem unwahrscheinlich ist –, hätte es seinen Wert. Weil du durch das Schreiben dein eigenes Leben besser verstehst, weil du Muster siehst, weil du Frieden mit Dingen schließen kannst, weil du dir selbst Anerkennung gibst für das, was du erreicht hast.

Zweitens: Deine Enkelkinder werden es lieben. Vielleicht nicht heute. Vielleicht nicht nächstes Jahr. Aber irgendwann werden sie Fragen haben: Wie war die Welt damals? Wie war Oma als junge Frau? Was hat Opa im Krieg erlebt? Und dann werden sie unglaublich dankbar sein, dass du es aufgeschrieben hast.

Ich habe so viele Menschen getroffen, die sagen: „Ich wünschte, meine Eltern hätten mir ihre Geschichten erzählt, bevor es zu spät war." Sei nicht diese Person. Schreib deine Geschichten auf.

Mein Fazit: Journaling ist ein Geschenk – an dich und an die, die nach dir kommen

Journaling wird nicht automatisch dein Gedächtnis perfekt machen. Es wird nicht alle Erinnerungen bewahren. Es wird nicht verhindern, dass du älter wirst.

Aber es wird dir helfen, aktiv mit deinem Gedächtnis zu arbeiten, es zu trainieren, es zu schätzen. Es wird dir helfen, Klarheit über dein Leben zu bekommen, Sinn zu finden, Dankbarkeit zu entwickeln. Und es wird dafür sorgen, dass deine Geschichten nicht verloren gehen, dass deine Enkelkinder wissen, wer du warst, was du erlebt hast, was dir wichtig war.

Das ist kein kleines Geschenk. Das ist ein Vermächtnis.

Also fang an. Heute. Jetzt. Nimm dir ein Notizbuch oder öffne Meminto. Stell dir eine einzige Frage: „Was ist meine früheste Erinnerung?" Und schreib, was dir dazu einfällt.

Mehr brauchst du nicht, um anzufangen.

Hast du schon mit Journaling angefangen? Oder überlegst du noch? Schreib mir gern in die Kommentare, welche Methode dich am meisten anspricht.

Genieß dein Leben. Du hast nur eins.

Marlis

Wer schreibt hier?

Ich bin Marlis Schorcht und ich schreibe hier über das, was viele lieber verdrängen: dass wir älter werden. Nicht irgendwann, sondern jetzt, jeden Tag.

Warum ich das tue:
Weil Altern keine Krankheit ist, die man bekämpfen muss, sondern eine Lebensphase, die man gestalten kann. Bewusst, selbstbestimmt, ohne Angst.

Auf Leben-und-Altern.de schreibe ich über das Leben nach der Arbeit, über Sinn, Gesundheit, Beziehungen, Einsamkeit und Geld. Über die 20 Jahre, über die kaum jemand spricht und darüber, wie man sie mit mehr Lebensqualität, Klarheit und Gelassenheit erleben kann.

Schreib mir gern:
Wenn du Gedanken, Fragen oder Herausforderungen zum Thema hast. Oder wenn du etwas erlebt hast, das anderen Mut machen könnte, etwas, das dich verändert oder weitergebracht hat.

Ich freue mich auf den Austausch:
👉 Schreib mir eine e-Mail.

Marlis Schorcht sitzt am Schreibtisch und lächelt in die Kamera
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