Leben und altern - gelingend altern mit Lebensfreude

Sei ehrlich: Wie viele Pakete hat der Bote diesen Monat schon gebracht? Das Buch für den Lesekreis, die Druckerpatronen, das Geburtstagsgeschenk für die Enkelin, die neuen Wandersocken. Online bestellen gehört längst zum Alltag – bequem, oft günstiger, und der nette Mann vom Paketdienst kennt inzwischen den Vornamen.

Und jetzt der Gedanke, der sich lohnt: Für fast jeden dieser Einkäufe hätte es ein paar Euro zurückgeben können. Nicht als Trick, nicht als Gewinnspiel, sondern als ganz normales Prinzip namens Cashback. Wie das funktioniert, was realistisch dabei herauskommt, wo die Haken liegen und was das Ganze mit deinen Daten macht – hier kommt die ehrliche Erklärung ohne Kleingedrucktes.


Wie funktioniert Cashback eigentlich?

Das Prinzip ist simpler, als das englische Wort klingt: Online-Shops zahlen eine Provision an den, der ihnen Kunden bringt. Ein Cashback-Portal sagt: Komm über mich zum Shop, und ich teile diese Provision mit dir. Du kaufst also genau dasselbe Produkt zum selben Preis – machst auf dem Weg dorthin nur einen Zwischenschritt über das Portal. Dafür wandern, je nach Shop, meist zwischen einem und zehn Prozent des Einkaufswerts zurück auf dein Portal-Konto. In der Praxis heißt das: anmelden, vor dem Einkauf den Shop im Portal suchen, draufklicken, wie gewohnt bestellen. Mehr ist es nicht. Bei einem Cashback-Portal wie elitebonus* sind hunderte bekannte Shops dabei – von Elektronik über Reisen bis zur Drogerie.

Damit das einmal greifbar wird, die Beispielrechnung: Die Reisebuchung für 900 Euro bringt bei drei Prozent 27 Euro zurück, die Druckerpatronen für 60 Euro vielleicht 2,40 Euro, das Hotel fürs Familienwochenende noch einmal einen Zehner. Einzeln unspektakulär – übers Jahr läppert es sich.


Was kommt dabei realistisch heraus?

Womit wir bei der Frage wären, die du dir zu Recht stellst: Lohnt der Aufwand? Hier bin ich gern die Spielverderberin, bevor es jemand anderes sein muss: Reich wirst du damit nicht, und wer dir etwas anderes verspricht, will dir etwas verkaufen. Realistisch sind einige Euro im Monat, je nachdem, wie viel du ohnehin online einkaufst; bei größeren Anschaffungen oder Reisebuchungen auch mal spürbar mehr. Aufs Jahr gerechnet ist das ein nettes Abendessen oder ein Theaterbesuch – Geld, das sonst einfach liegen geblieben wäre. Schön zu wissen nebenbei: Für Privatleute ist Cashback steuerlich ein Rabatt, kein Einkommen.

Die einzige Regel, die das Ganze gesund hält: Kauf nie etwas, weil es Cashback gibt. Das Prinzip lohnt sich ausschließlich für Einkäufe, die du sowieso machen würdest. Sonst sparst du drei Prozent und gibst hundert zu viel aus – ein Geschäft, über das sich nur der Shop freut.


Online-Einkauf am Laptop mit Karte - Cashback nutzen
Foto: rupixen / Unsplash

Wo liegen die Haken – und wie umgehst du sie?

Ganz ohne Fußnoten kommt auch dieses Prinzip nicht aus – vier Dinge solltest du kennen. Erstens der Klickweg: Damit der Einkauf gutgeschrieben wird, musst du wirklich vom Portal aus in den Shop gelangen, ohne zwischendurch andere Rabatt-Fenster oder Gutschein-Seiten anzuklicken – sonst bekommt jemand anderes die Provision. Zweitens die Geduld: Die Gutschrift braucht oft mehrere Wochen, weil erst die Rückgabefrist des Shops ablaufen muss; das ist normal und kein Defekt. Drittens die Auszahlungsgrenze: Viele Portale zahlen erst ab einem Mindestbetrag aus – vorher sammelst du. Und viertens: Storniert oder retourniert du die Bestellung, verschwindet auch das Cashback. Logisch, aber gut zu wissen.

Und die Datenfrage, die mir wichtig ist: Ein Cashback-Portal sieht naturgemäß, wo du einkaufst – das ist sein Geschäftsmodell. Wer das im Tausch gegen die Prozente in Ordnung findet, nutzt es entspannt; wer nicht, lässt es bewusst bleiben. Für die Grundhygiene beim Online-Einkauf – eigenes starkes Passwort, Zwei-Faktor-Anmeldung, gesunde Skepsis bei Mail-Links – lohnt der Blick zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, und deine Käuferrechte erklärt die Verbraucherzentrale.


Für wen lohnt sich das – und für wen nicht?

Bleibt die ehrliche Schlussbilanz. Es lohnt sich für alle, die regelmäßig online bestellen und fünf Minuten Eingewöhnung investieren mögen – einmal verstanden, ist der Umweg übers Portal so selbstverständlich wie der Blick auf den Kassenbon. Es lohnt sich nicht für Menschen, die zweimal im Jahr ein Buch bestellen; da ist die Mühe größer als der Ertrag, und das darf man dann auch einfach lassen. Wenn du Gefallen am Optimieren findest: Cashback ist nur einer von mehreren stillen Sparposten im Haushalt. Der größte schlummert meist im Versicherungsordner – wie du den an einem Nachmittag leerst, steht im Beitrag über Versicherungen ab 60. Und für die Einkäufe von morgen gilt dann: erst ins Cashback-Portal*, dann in den Shop – die Reihenfolge macht den Euro.

Geniess dein Leben. Du hast nur eins.

Marlis

Wer schreibt hier?

Ich bin Marlis Schorcht und ich schreibe hier über das, was viele lieber verdrängen: dass wir älter werden. Nicht irgendwann, sondern jetzt, jeden Tag.

Warum ich das tue:
Weil Altern keine Krankheit ist, die man bekämpfen muss, sondern eine Lebensphase, die man gestalten kann. Bewusst, selbstbestimmt, ohne Angst.

Auf Leben-und-Altern.de schreibe ich über das Leben nach der Arbeit, über Sinn, Gesundheit, Beziehungen, Einsamkeit und Geld. Über die 20 Jahre, über die kaum jemand spricht und darüber, wie man sie mit mehr Lebensqualität, Klarheit und Gelassenheit erleben kann.

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Marlis Schorcht sitzt am Schreibtisch und lächelt in die Kamera
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