Lesen ohne Kopfschmerzen: 5 Hilfsmittel für Menschen ab 55

Lesen ohne Kopfschmerzen scheint für dich mittlerweile unmöglich geworden, weil nach spätestens 20 Minuten ein unangenehmes Druckgefühl hinter den Augen auftaucht und die Buchstaben anfangen zu verschwimmen. Die Kopfschmerzen, die dann kommen, zwingen dich dazu, das Buch frustriert zur Seite zu legen, obwohl du eigentlich weiterlesen wolltest und entspannter lesen ohne Schmerzen dein großer Wunsch ist. Ist das ein Zeichen des Alters? Oder ist das normal? Lass uns das mal anschauen.

Hier bist du genau richtig, denn ich zeige dir in diesem Beitrag, wie du wieder ohne Kopfschmerzen lesen kannst – mit den richtigen Hilfsmitteln wie passenden Lesebrillen, optimaler Beleuchtung und augenfreundlichen E-Readern. Ich habe Integrierte Gerontologie studiert und  beschäftige mich seit Jahren mit Fragen rund um gutes Leben ab 55 . Und ich kann dir sagen: Entspannter lesen ohne Schmerzen ab 55 ist absolut machbar, wenn du verstehst, was deinen Augen beim Lesen wirklich hilft.

In den nächsten Minuten erfährst du konkret, welche fünf Hilfsmittel das Lesen ohne Kopfschmerzen wieder möglich machen, ob du eine einfache Lesebrille brauchst oder eine Gleitsichtbrille, welches Licht deine Augen beim Lesen wirklich entlastet und ob ein E-Reader für Menschen mit Augenbeschwerden tatsächlich besser ist als ein gedrucktes Buch.

Ein großes Aber aber direkt vorweg: Dieser Beitrag ist kein Ersatz für einen Besuch beim Augenarzt oder Optiker, um eventuelle Augenerkrankungen auszuschließen.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Empfehlungs-Links. Für dich ändert sich dadurch nichts am Inhalt oder den angegebenen Preisen. Aber je nach Link-Ziel erhalte ich eine kleine Provision vom Anbieter.

Warum tun mir beim Lesen die Augen weh?

Die Augenschmerzen und das unangenehme Druckgefühl beim Lesen entstehen, weil deine Augenlinse nicht mehr so flexibel arbeitet wie früher und einfach im Alter mehr Kraft braucht, um auf nahe Objekte wie Buchseiten oder Bildschirme zu fokussieren. Das ist ein rein physikalischer Vorgang, der bei jedem Menschen sogar bereits ab Mitte 40 einsetzt – die Linse verliert schlicht an Elastizität, was nichts mit einer generellen Altersschwäche zu tun hat, sondern einfach zur normalen Entwicklung des Auges gehört und vielen Menschen das Lesen ohne Kopfschmerzen erschwert.

Was dabei in deinem Auge passiert, ist relativ einfach erklärt: Deine Augenmuskeln müssen deutlich härter arbeiten, um die nachlassende Flexibilität der Linse auszugleichen, und diese permanente Anstrengung beim Lesen führt zu Verspannungen, die sich als Kopfschmerzen und Augendruck bemerkbar machen. Verschärft wird das Problem oft durch falsches Licht beim Lesen – entweder ist es zu dunkel, zu grell oder hat die falsche Farbtemperatur, was deine Pupillen zusätzlich auf Hochtouren arbeiten lässt und den ganzen visuellen Apparat noch schneller ermüden lässt.

Ein weiterer Faktor, der viele Menschen unterschätzen: Wenn du beruflich oder privat viele Stunden vor dem Monitor verbringst, sind deine Augen abends bereits erschöpft, bevor du überhaupt dein Buch aufschlägst, und du verlangst ihnen dann noch zusätzliche Lesearbeit ab, was entspanntes Lesen ohne Kopfschmerzen fast unmöglich macht.

Die gute Nachricht für alle, die unter Augenschmerzen beim Lesen leiden: Mit der richtigen Kombination aus passender Sehhilfe, optimaler Beleuchtung und möglicherweise einem augenfreundlichen E-Reader lässt sich das Problem in den allermeisten Fällen deutlich verbessern, sodass Lesen ohne Kopfschmerzen wieder zur Normalität wird.

Welche Lesebrille für Lesen ohne Kopfschmerzen?

Einfache Lesebrillen für den Nahbereich bekommst du schon ab 10 Euro in jeder Drogerie, und die funktionieren für viele Menschen mit leichten Leseproblemen durchaus gut, zumindest als Einstiegslösung. Wenn du nur gelegentlich ein Buch zur Hand nimmst oder ab und zu die Speisekarte im Restaurant nicht mehr richtig erkennen kannst, reicht so eine Standard-Lesebrille aus der Drogerie oder vom Discounter völlig aus, solange die Dioptrienzahl zu deinen Augen passt – die liegt bei den meisten Menschen irgendwo zwischen +1,0 und +3,5 Dioptrien. Am Ende dieses Beitrags habe ich auch eine Lesebrillen-Empfehlung für dich.

Das Problem mit diesen einfachen Lesebrillen für Menschen, die viel und regelmäßig lesen: Sie korrigieren ausschließlich die Nähe, was bedeutet, dass beim Blick nach oben – zum Fernseher, aus dem Fenster oder auch nur zur Uhr an der Wand – alles verschwommen wird, und du musst die Brille ständig auf- und absetzen. Genau an diesem Punkt wird die Gleitsichtbrille interessant, die mehrere Sehbereiche in einem einzigen Glas vereint und dir damit ermöglicht, sowohl in die Ferne zu schauen als auch in mittleren Distanzen und im Nahbereich scharf zu sehen.

Eine Gleitsichtbrille funktioniert so, dass im oberen Teil des Glases die Korrektur für die Ferne eingearbeitet ist, im mittleren Bereich die Korrektur für mittlere Distanzen wie den Computerbildschirm liegt und im unteren Bereich die Lesekorrektur sitzt – alles mit nahtlosen Übergängen ohne sichtbare Trennlinien. Der große Vorteil einer Gleitsichtbrille beim Lesen liegt darin, dass du nur noch eine einzige Brille brauchst und nicht mehr ständig zwischen Lese- und Alltagsbrille wechseln musst, was besonders praktisch ist, wenn du beim Lesen zwischendurch aufschaust oder dich im Raum bewegst.

Allerdings hat die Gleitsichtbrille auch ihre Tücken: Die ersten Wochen mit einer neuen Gleitsichtbrille können durchaus holprig verlaufen, weil dein Gehirn lernen muss, durch welchen Teil des Glases du schauen musst, und manche Menschen kommen mit dieser Art der Korrektur überhaupt nicht zurecht, selbst nach längerer Eingewöhnungszeit. Und dann ist da noch die Preisfrage – eine vernünftige Gleitsichtbrille kostet dich mindestens 300 Euro, häufig deutlich mehr, je nachdem welche Glasqualität du wählst und wie individuell die Anpassung erfolgt.

Meine ehrliche Empfehlung für alle, die unter Augenschmerzen beim Lesen leiden: Geh zu einem guten Optiker, lass deine Augen professionell vermessen und lass dich ausführlich beraten, denn eine individuell angepasste Lesebrille oder Gleitsichtbrille lohnt sich definitiv, wenn du regelmäßig und viel liest. Falls du trotzdem lieber online bestellen möchtest, achte unbedingt auf ein großzügiges Rückgaberecht, weil nicht jede Brille zu jedem Gesicht und jeder Augenstellung passt und du das erst beim Tragen merkst.

Was bringt eine Lesebrille mit Blaulichtfilter beim Lesen?

Eine Lesebrille mit integriertem Blaulichtfilter macht vor allem dann Sinn, wenn du abends gerne am Tablet oder am beleuchteten E-Reader liest, denn das blaue Licht von Bildschirmen hemmt die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, was dazu führt, dass du schlechter einschläfst.

Der Blaulichtfilter in der Brille dämpft dieses kalte, blaue Licht und lässt mehr warme Lichtanteile durch, was deine Augen entspannt und deinen Körper natürlicher müde werden lässt – allerdings ist das kein Wundermittel, und eine gute, richtig positionierte Leselampe ist für die meisten Menschen beim Lesen noch wichtiger als ein Blaulichtfilter. Eine Leselampen-Empfehlung findest du unten in diesem Beitrag.

Die richtige Beleuchtung für entspanntes Lesen ohne Kopfschmerzen

Die richtige Beleuchtung beim Lesen wird von den meisten Menschen massiv unterschätzt, obwohl sie oft einen größeren Einfluss auf Augenschmerzen und Kopfschmerzen hat als die Lesebrille selbst – viele Leute sitzen beim Lesen in viel zu schwachem Licht oder unter grellem Deckenlicht, das von direkt oben kommt, und beides belastet die Augen unnötig.

Die wichtigste Grundregel für augenschonendes Licht beim Lesen lautet: Das Licht sollte von schräg hinten auf dein Buch oder dein Tablet fallen, idealerweise von links, wenn du Rechtshänder bist, oder von rechts, wenn du Linkshänder bist, damit deine Hand beim Umblättern oder beim Halten des Buches keinen Schatten auf den Text wirft. Das Licht muss direkt auf die Seite fallen, die du gerade liest – nicht von vorne, weil das blendet und unangenehme Reflexe erzeugt, und auch nicht ausschließlich von oben, weil das harte Schatten auf dem Text erzeugt, die deine Augen zusätzlich anstrengen.

Welche Leselampe eignet sich am besten gegen Augenschmerzen?

Leselampen mit flexiblem Schwanenhals oder einem verstellbaren Arm sind für Menschen mit Augenproblemen beim Lesen absolut Gold wert, weil du sie exakt dorthin ausrichten kannst, wo du sie gerade brauchst, und sie während des Lesens bei Bedarf nachjustieren kannst. Bei der Auswahl deiner Leselampe solltest du unbedingt auf die Farbtemperatur achten, die in Kelvin angegeben wird: Kaltweißes Licht mit 5000-6500 Kelvin wirkt aktivierend und eignet sich gut für konzentriertes Lesen am Tag, neutralweißes Licht mit 3500-4500 Kelvin ist vielseitig einsetzbar und für die meisten Menschen beim längeren Lesen sehr angenehm, während warmweißes Licht mit 2700-3000 Kelvin eine gemütliche Atmosphäre schafft und sich ideal für entspanntes Lesen am Abend eignet.

Mein persönlicher Tipp für alle, die beim Lesen flexible Beleuchtung brauchen: Investiere in eine Leselampe mit dimmbarer Funktion, denn damit kannst du die Lichtstärke genau an deine aktuelle Stimmung, die Tageszeit und die vorhandene Umgebungshelligkeit anpassen, was deine Augen deutlich weniger ermüdet als eine Lampe mit nur einer festen Helligkeitsstufe. Meine Empfehlung findest du am Ende dieses Beitrags.

LED-Lampen oder Halogenlampen zum Lesen?

Für moderne Leselampen gibt es aus meiner Sicht nur eine sinnvolle Wahl: LED-Lampen, und zwar ohne jede Diskussion, denn sie sparen nicht nur Strom und werden nicht heiß, sondern halten auch praktisch ewig und flimmern in ihrer modernen Ausführung nicht mehr, was früher bei billigen LEDs tatsächlich ein Problem für die Augen war. Von alten Energiesparlampen würde ich dir fürs Lesen komplett abraten, weil sie viel zu lange zum Warmwerden brauchen und oft ein unruhiges, flackerndes Licht haben, das die Augen beim längeren Lesen belastet.

Brauche ich beim Lesen Hintergrundbeleuchtung im Raum?

Reines Deckenlicht ohne zusätzliche Leselampe ist definitiv zu schwach und zu diffus zum konzentrierten Lesen, aber auch das andere Extrem – komplette Dunkelheit mit nur einer einzigen, stark fokussierten Leselampe – strengt deine Augen unnötig an, weil sie sich ständig an extreme Hell-Dunkel-Kontraste anpassen müssen. Die ideale Beleuchtungssituation beim Lesen besteht aus einer hellen, direkt auf den Text gerichteten Leselampe als Hauptlichtquelle und einem sanft gedimmten Raumlicht im Hintergrund, das verhindert, dass der Kontrast zwischen dem hell erleuchteten Buch und dem restlichen dunklen Raum zu stark wird.

E-Reader für Lesen ohne Kopfschmerzen: Besser als Bücher?

Die Antwort auf die Frage, ob E-Reader besser für die Augen sind als gedruckte Bücher, ist ein klares "Ja und Nein", weil es stark darauf ankommt, um welche Art von E-Reader wir sprechen und welche konkreten Augenprobleme du beim Lesen hast.

E-Reader mit E-Ink-Display – das sind Geräte wie Kindle*, Tolino* (hier klicken für 11% Cashback*), Kobo* und ähnliche – sind tatsächlich sehr augenschonend für Menschen, die beim Lesen unter Augenschmerzen leiden, weil ihr Display nicht von hinten beleuchtet wird, sondern Licht reflektiert, genau wie eine echte Buchseite aus Papier.

Du brauchst also externes Licht zum Lesen auf einem E-Ink-Reader, genauso wie du es bei einem normalen Buch brauchst, was den entscheidenden Unterschied zu Tablets und Smartphones macht, die direkt in deine Augen leuchten.

Der absolut größte Vorteil von E-Readern für Menschen mit Leseproblemen liegt in der frei anpassbaren Schriftgröße: Wenn die Standardschrift in Büchern für dich zu klein geworden ist und du beim Lesen die Augen zusammenkneifen musst, drehst du bei einem E-Reader einfach die Schriftgröße hoch, und schon verschwindet die Anstrengung beim Entziffern der Buchstaben. Außerdem sind E-Reader mit durchschnittlich 180 Gramm federleicht im Vergleich zu einem Taschenbuch mit 200-300 Gramm oder gar einem Hardcover mit 500 Gramm und mehr, was beim Lesen im Bett oder auf der Couch einen riesigen Unterschied macht, weil deine Arme weniger ermüden und dein Nacken entspannter bleibt.

Warum sind Tablets KEINE guten E-Reader für empfindliche Augen ab 55?

Ein iPad, ein Samsung-Tablet oder andere beleuchtete Geräte sind aus Sicht der Augengesundheit beim Lesen definitiv keine echten E-Reader, weil ihre Displays von hinten beleuchtet sind und das Licht direkt in deine Augen strahlt, was die Augen besonders abends stark ermüdet und oft zu Kopfschmerzen führt. Wenn du trotzdem ein Tablet zum Lesen nutzen möchtest oder musst, solltest du unbedingt den Nachtmodus aktivieren, die Helligkeit deutlich reduzieren und den Blaulichtfilter einschalten – noch besser wäre allerdings die Investition in einen richtigen E-Reader mit E-Ink-Display.

Welcher E-Reader ist am besten für Menschen ab 55 mit Augenproblemen?

Ich bin ehrlich gesagt kein Technik-Nerd, aber ich lese sehr viel und habe verschiedene E-Reader ausprobiert, und aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen:

Der Kindle Paperwhite von Amazon* ist der Klassiker unter den E-Readern, funktioniert zuverlässig, ist vergleichsweise günstig und hat eine integrierte Beleuchtung, die du stufenlos anpassen kannst – perfekt, wenn du sowieso schon bei Amazon deine E-Books kaufst.

Der Tolino Vision* (hier klicken für 11% Cashback*) ist die deutsche Alternative für alle, die nicht ausschließlich im Amazon-Ökosystem bleiben wollen, weil er mit allen Bibliotheken und Online-Shops funktioniert, die das offene ePub-Format unterstützen, und ebenfalls über eine gute integrierte Beleuchtung verfügt.

Als dritte Option gibt es noch die Kobo-E-Reader*, die international sehr bekannt sind, viele verschiedene Dateiformate unterstützen und eine hervorragende Integration mit öffentlichen Bibliotheken bieten.

Alle drei Marken haben das integrierte Licht, das bei modernen E-Readern praktisch Standard ist und dir ermöglicht, auch im Dunkeln zu lesen, ohne eine externe Leselampe zu brauchen – wobei das Licht nicht von hinten durch das Display strahlt wie bei Tablets, sondern von den Seiten her auf die E-Ink-Oberfläche geleitet wird.

Meine ehrliche Empfehlung für die Kaufentscheidung: Nimm den E-Reader, dessen Ökosystem und dessen Buchquellen du bereits nutzt oder nutzen möchtest – wenn du bereits Amazon-Kundin bist und dort deine E-Books kaufst, nimm einen Kindle, wenn du deine lokale Stadtbibliothek nutzen oder flexibel bei verschiedenen Shops kaufen willst, nimm einen Tolino, und wenn du viel international unterwegs bist und Zugang zu vielen verschiedenen Bibliotheken brauchst, könnte ein Kobo die beste Wahl sein.

Was hilft noch gegen Kopfschmerzen beim Lesen ab 55?

Die richtige Kombination aus Lesebrille und optimaler Beleuchtung bildet die Basis für beschwerdefreies Lesen im Alter, aber manchmal reicht selbst das nicht aus, um Kopfschmerzen und Augendruck vollständig zu vermeiden – in diesem Fall können dir ein paar zusätzliche Tricks helfen, die ich dir jetzt vorstelle.

1. Regelmäßige Pausen beim Lesen einlegen

Die sogenannte 20-20-20-Regel ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden gegen Augenermüdung beim Lesen: Alle 20 Minuten machst du für 20 Sekunden Pause und schaust dabei auf etwas, das mindestens 20 Fuß (etwa 6 Meter) von dir entfernt ist.

Diese kurze Unterbrechung entspannt deine Augenmuskeln, weil du vom konzentrierten Nahsehen auf die Ferne umschaltest, und deine Augen können sich in dieser Zeit erholen, bevor du weiterliest – das klingt simpel, funktioniert aber wirklich gut, wenn du es konsequent durchziehst.

2. Die richtige Lesehaltung für entspannte Augen ab 55

Dein Buch, dein E-Reader oder dein Tablet sollte beim Lesen immer auf Augenhöhe sein, damit du weder nach unten noch nach oben schauen musst, denn eine falsche Kopfhaltung beim Lesen führt nicht nur zu Nackenverspannungen, sondern verschärft auch Augenschmerzen und Kopfschmerzen.

Wenn dein Nacken gerade bleibt und du dein Lesematerial auf der richtigen Höhe hältst, ermüden sowohl deine Augen als auch deine Nackenmuskulatur deutlich langsamer – ein Buchständer oder ein spezielles Lesekissen kann dir dabei helfen, das Gewicht des Buches nicht die ganze Zeit in den Händen halten zu müssen.

3. Trockene Augen beim Lesen vermeiden

Trockene Augen (die im Alter nun mal häufiger vorkommen) sind oft ein unterschätzter Auslöser für brennende Augen und daraus resultierende Kopfschmerzen beim Lesen, weil du während des konzentrierten Lesens automatisch seltener blinzelst und deine Augen dadurch austrocknen. Künstliche Tränen aus der Apotheke können hier sehr gut helfen – du brauchst dafür keine ärztliche Verschreibung, und die meisten Menschen vertragen diese Augentropfen problemlos, auch wenn sie sonst empfindlich reagieren. Außerdem wichtig für die Augengesundheit beim Lesen: Trinke ausreichend Wasser oder Tee über den Tag verteilt, denn dein Körper braucht genügend Flüssigkeit, um deine Augen feucht zu halten.

4. Kontrast zwischen Text und Hintergrund erhöhen

Bei E-Readern mit E-Ink-Display kannst du in den Displayeinstellungen den Kontrast zwischen Text und Hintergrund anpassen, was dafür sorgt, dass die Buchstaben klarer und schärfer erscheinen und deine Augen weniger Arbeit haben beim Entziffern. Bei gedruckten Büchern hast du diese Möglichkeit natürlich nicht, aber du kannst beim Kauf neuer Bücher auf die Papierqualität achten – dickes, cremefarbenes Papier ist deutlich angenehmer für die Augen als dünnes, grellweißes Papier, weil es weniger reflektiert und einen besseren Kontrast zur schwarzen Druckfarbe bietet.

5. Bildschirmzeit vor dem Lesen reduzieren

Wenn du beruflich oder privat den ganzen Tag vor dem Computerbildschirm sitzt, sind deine Augen abends bereits erschöpft, bevor du überhaupt mit dem Lesen beginnst, und du forderst ihnen dann noch zusätzliche Naharbeit ab. In diesem Fall ist ein echtes gedrucktes Buch oder ein E-Reader mit E-Ink-Display definitiv besser für deine Augen als nochmal ein beleuchteter Bildschirm in Form eines Tablets oder Smartphones – gönn deinen Augen die Abwechslung zwischen verschiedenen Sehaufgaben über den Tag verteilt, dann ermüden sie insgesamt langsamer.

Die 5 besten Produkte für Lesen ohne Kopfschmerzen ab 55

Nach all der Theorie fragst du dich jetzt wahrscheinlich: Was soll ich konkret kaufen? Hier sind meine persönlichen Empfehlungen aus verschiedenen Kategorien, die sich in der Praxis bewährt haben und bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

1. Lesebrille für den Einstieg: Klassische Lesebrille von Foster Grant oder Rainbow

Wenn du erst mal testen willst, ob dir eine Lesebrille beim Lesen hilft, brauchst du keine teure Optiker-Brille, sondern kannst mit einer einfachen Lesebrille aus der Drogerie oder von Amazon anfangen, die es in verschiedenen Stärken zwischen +1,0 und +3,5 Dioptrien gibt. Die Lesebrillen von Foster Grant* oder Rainbow* kosten zwischen 10 und 25 Euro, haben oft ein ansprechendes Design und erfüllen ihren Zweck für gelegentliches Lesen völlig ausreichend.

Mein Tipp: Bestelle direkt zwei verschiedene Stärken zum Testen, dann kannst du selbst herausfinden, welche Dioptrienzahl für deine Augen am angenehmsten ist. Aber noch viel besser: Lass dir bei einem Optiker in deiner Nähe deine Sehstärke messen.

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2. Leselampe mit flexiblem Arm: SLATOR LED Leselampe

Für die richtige Beleuchtung beim Lesen ab 55 empfehle ich dir die SLATOR LED Schreibtischlampe, die einen flexiblen Schwanenhals hat, den du in jede gewünschte Position bringen kannst, und die in mehreren Helligkeitsstufen dimmbar ist. Ich nutze sie selbst, sowohl am Schreibtisch als auch auf dem Nachttisch.

Diese Lampe gibt warmweißes Licht ab, das für die älteren Augen beim Lesen sehr angenehm ist, und kostet etwa 20 Euro. 

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meinen Beitrag über Leselampen für Zuhause lesen

3. E-Reader für Vielleser: Amazon Kindle Paperwhite

Wenn du dich für einen E-Reader entscheidest und viele Bücher bei Amazon kaufst oder die Amazon Prime Leihbibliothek nutzt, ist der Kindle Paperwhite* für etwa knapp 200 Euro eine ausgezeichnete Wahl mit integrierter, warmweißer Beleuchtung und gestochen scharfem E-Ink-Display. 

Die Schriftgröße kannst du stufenlos anpassen, das Gerät wiegt nur 205 Gramm und ist wasserfest, falls du auch in der Badewanne oder am Pool lesen möchtest. Der Akku hält bei normalem Gebrauch mehrere Wochen, und die Bedienung ist intuitiv, auch wenn du bisher keine Erfahrung mit E-Readern hast.

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4. Augentropfen gegen trockene Augen: Hylo-Comod oder Bepanthen

Gegen trockene, brennende Augen beim Lesen in jedem Alter helfen künstliche Tränen ohne Konservierungsstoffe wie Hylo-Comod oder Bepanthen Augentropfen, die du mehrmals täglich anwenden kannst und die für etwa 12-15 Euro pro Flasche in jeder Apotheke oder bei Amazon erhältlich sind. Diese Tropfen befeuchten deine Augen sanft und können dir besonders dann helfen, wenn du nach längeren Lesephasen ein Trockenheitsgefühl oder Brennen in den Augen bemerkst.

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5. Blaulichtfilter-Brille für Abendleser

Falls du hauptsächlich abends an Tablet oder Smartphone liest und Probleme mit dem Einschlafen hast, kann eine Blaulichtfilter-Brille eine sinnvolle Ergänzung sein, auch wenn sie nicht deine primäre Lesebrille ersetzt.

Diese Brillen filtern das blaue Licht der Bildschirme und können dazu beitragen, dass dein Körper abends besser zur Ruhe kommt – allerdings ist eine gute Leselampe und ein echter E-Reader mit E-Ink für die Augengesundheit noch wichtiger.

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Fazit: Lesen ohne Kopfschmerzen ab 55 ist möglich – mit den richtigen Hilfsmitteln

Die Antwort darauf, welche Hilfsmittel du für entspanntes Lesen ohne Kopfschmerzen ab 55 brauchst, hängt ganz konkret davon ab, wie oft du liest, welche Art von Beschwerden du hast und in welchen Situationen du am liebsten liest.

Wenn du nur gelegentlich ein Buch zur Hand nimmst und lediglich leichte Unterstützung beim Fokussieren auf die Schrift brauchst, reicht eine einfache Lesebrille aus der Drogerie oder vom Optiker völlig aus für Lesen ohne Kopfschmerzen – wichtig ist nur, dass die Dioptrienstärke zu deinen Augen passt, die du am besten direkt von einem Optiker ausmessen lässt.

Falls du dagegen viel und regelmäßig liest und keine Lust hast, ständig zwischen verschiedenen Brillen für Nähe und Ferne zu wechseln, lohnt sich die Investition in eine individuell angepasste Gleitsichtbrille vom Optiker, auch wenn die deutlich teurer ist als eine einfache Lesebrille.

Für alle, die hauptsächlich abends lesen und dabei häufig digitale Geräte wie Tablets oder beleuchtete E-Reader nutzen, kann eine Lesebrille mit integriertem Blaulichtfilter sinnvoll sein, weil sie das blaue Licht der Bildschirme dämpft und so deinen Schlaf-Wach-Rhythmus weniger durcheinanderbringt.

Bei der Beleuchtung für Lesen ohne Kopfschmerzen gibt es aus meiner Sicht nur eine richtige Lösung: eine LED-Leselampe mit flexiblem Schwanenhals, die du dimmbar einstellen kannst und die warmweißes Licht abgibt, positioniert so, dass das Licht von schräg hinten auf dein Buch oder deinen E-Reader fällt – hier solltest du keine Kompromisse machen, denn die richtige Beleuchtung ist mindestens genauso wichtig wie die richtige Brille für entspanntes Lesen ohne Kopfschmerzen.

Wenn du sehr viele Bücher liest und die Anpassung der Schriftgröße für dich wichtig ist, weil dir die Standardschrift in Büchern zu klein geworden ist, solltest du ernsthaft über einen E-Reader mit E-Ink-Display nachdenken – egal ob Kindle von Amazon, Tolino aus Deutschland oder Kobo aus dem internationalen Markt, alle drei sind gut und ermöglichen Lesen ohne Kopfschmerzen, die Entscheidung hängt hauptsächlich davon ab, wo du deine E-Books kaufst oder ausleihst.

Und der allerwichtigste Tipp zum Schluss, den ich dir für entspanntes Lesen ohne Schmerzen ab 55 mitgeben möchte:

Hör auf die Signale deines Körpers – wenn deine Augen beim Lesen anfangen zu drücken oder zu brennen, dann mach eine Pause, schau in die Ferne, entspann deine Augen für ein paar Sekunden, denn Lesen sollte dir Freude bereiten und dich nicht mit Kopfschmerzen zurücklassen.

Mit der richtigen Kombination aus passender Lesebrille, optimaler Beleuchtung und möglicherweise einem augenfreundlichen E-Reader wird Lesen ohne Kopfschmerzen wieder etwas möglicher.

Was liest du am liebsten?

Schau dir gern meine 50 Lesetipps an rund um ein glückliches Altern.

Genieß dein Leben.
Du hast nur eins.

Viele Grüße,
Marlis

Wer schreibt hier?

Ich bin Marlis Schorcht und ich schreibe hier über das, was viele lieber verdrängen: dass wir älter werden. Nicht irgendwann, sondern jetzt, jeden Tag.

Warum ich das tue:
Weil Altern keine Krankheit ist, die man bekämpfen muss, sondern eine Lebensphase, die man gestalten kann. Bewusst, selbstbestimmt, ohne Angst.

Auf Leben-und-Altern.de schreibe ich über das Leben nach der Arbeit, über Sinn, Gesundheit, Beziehungen, Einsamkeit und Geld. Über die 20 Jahre, über die kaum jemand spricht und darüber, wie man sie mit mehr Lebensqualität, Klarheit und Gelassenheit erleben kann.

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Wenn du Gedanken, Fragen oder Herausforderungen zum Thema hast. Oder wenn du etwas erlebt hast, das anderen Mut machen könnte, etwas, das dich verändert oder weitergebracht hat.

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Marlis Schorcht sitzt am Schreibtisch und lächelt in die Kamera
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