Allgemein

Ab wann ist man eigentlich alt?

Story Highlights

  • Für die UN sind alle Menschen ab 60 Jahre alt.
  • Für die WHO beginnt das Alter mit 65 Jahren.
  • In Deutschland und USA gelten Menschen ab 70 Jahre als geriatrische Patienten.
  • Der Altenquotient berücksichtigt nicht das neue Renteneinstiegsalter.

Leben bedeutet altern. Schon mit Beginn des ersten Atemzuges beginnen wir zu altern. Aber „alt“ sind wir da natürlich noch nicht. Das „alt“ sein zu definieren, ist jedoch nicht leicht. Ist man mit 50 alt? Oder doch erst mit Erreichen des 60., 70. oder gar 80. Lebensjahres? Da das Altern individuell verläuft, fühlt sich jeder auch zu einem anderen Zeitpunkt „alt“.

Wie können wir also „Alt“ definieren?

„Niemand liebt das Leben so wie einer, der alt wird.“ (Lucius Annaeus Seneca)

Beginnen wir von vorne nach hinten, oder von jung nach alt.

In meinem Master-Studiengang „Integrierte Gerontologie“ befassten wir uns mit dem älteren Menschen ab 50 Jahre.

Die UN (United Nations) spricht von „Älteren“, wenn sie das 60 Jahre alt oder älter sind.

Die Weltgesundheitsorganisation „WHO“ definiert als „alt“, wer das 65. Lebensjahr vollendet hat. Menschen ab 65 Jahre sind demnach alt. Wenn Sie selbst bereits 65 Jahre alt sind, werden Sie merken, dass diese Definition von „Alter“ nicht mehr ganz so zeitgemäß ist. Wir fühlen uns heute mit 65 Jahren im Durchschnitt vielfach fitter und gesünder als unsere vorherigen Generationen.

In Deutschland und in Amerika spricht man allgemein von einem „geriatrischen“ Patienten, wenn dieser 70 Jahre oder älter ist. Für die Vergleichbarkeit von Statistiken ist eine feste Definition von „Alter“ sicher sinnvoll. Aber mal ganz ehrlich:

Fühlen Sie sich alt?

Unsere Volkswirtschaft bezieht oftmals den sogenannten Altenquotienten in Berechnungen ein.

„Der Altenquotient gibt das Verhältnis der Anzahl älterer Menschen zur Anzahl jüngerer Menschen in einer Gesellschaft an und wird üblicherweise genauer als das Verhältnis der Anzahl von Personen, die nicht mehr im Erwerbstätigenalter sind, zur Anzahl von Personen im Erwerbstätigenalter definiert.“ (Wikipedia)

Dabei wird die Anzahl der Personen, die älter sind als 65 Jahre denen gegenüber gestellt, die zwischen 15 und 65 Jahre alt sind. Nun wissen Sie sicherlich, dass die Renteneinstiegshöhe auf 67 Jahre heraufgesetzt wurde. Der Altenquotient wird demzufolge derzeit falsch berechnet bzw. ergibt er einen verfälschten Wert. Korrigiert wurde er bislang noch nicht. Diese falsche Berechnung ist aber weiterhin Grundlage vieler Vorausberechnungen zum Bruttoinlandsprodukt, der Altersarmut, Rentenhöhe, etc.

Es wundert mich, dass hier keine Veränderung stattfindet.

Wie gesund altern?

Gesundes Altern – ein riesiger Markt ist in den letzten Jahren hierzu entstanden. Kein Wunder, denn die Zeit des Alters wird immer länger. Bei einem durchschnittlichen Renteneintritt im Alter von 63 Jahren verbleiben dem deutschen Rentner noch ca. 20-25 Jahre, wenn man die derzeitige Lebenserwartung berücksichtigt. Wenn wir uns einmal überlegen, was in unserem Leben alles in 20 Jahren passiert ist, dann erscheint einem die Alterszeit als sehr lang. Damit diese Zeit genossen werden kann, wünscht man sich, gesund zu bleiben. Was also tun für ein gesundes Altern?

Bewegung, viel trinken, Kraftsport, Mut und allen voran eine gute Planung – das sind meine fünf wichtigsten Empfehlungen für Sie.

Was hilft Ihnen?

Dieser Beitrag wurde zuerst veröffentlicht am 16.10.2016 und aktualisiert am 12.12.2017.

Quelle(n)
United Nations | Ageing Definition

Marlis Schorcht

Marlis beschäftigt sich seit 2010 mit dem demografischen Wandel und dessen Folgen für die Gesellschaft und jeden Einzelnen. Ihr Herz schlägt für ein Altern in den eigenen vier Wänden, einen gelingenden Ruhestand und ein glückliches Leben im Jetzt! Sie ist Alter(n)sgestalterin und hilft als Mindset- und Life-Coach bei der Vorbereitung, Planung und Umsetzung des Ruhestandes, sowie bei der Persönlichkeitsentwicklung im Alter. Marlis hat einen Master in Integrierter Gerontologie und ist Diplom-Betriebswirtin. Sie war 13 Jahre lang Projektleiterin von medizinischen Großkongressen und ist seit mehr als 5 Jahren Online-Marketing-Expertin und Coach für Digitale Sichtbarkeit.

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